
Schweizer Qualität, aufwändig produziert.
Chicorée wächst nicht einfach so auf dem Feld. Bis Schweizer Chicorée auf dem Teller landet, durchläuft er drei verschiedene aufwändige Wachstums- und Produktionsphasen. Besondere Sorgfalt, Hingabe und vor allem viel Erfahrenheit sind unerlässlich.
Wurzelproduktion
Aus einem winzigen Samen entsteht zunächst eine Wurzel, woraus dann ein allseits beliebtes Blattgemüse spriesst. Das geschieht nur, wenn alle Bedingungen erfüllt werden.
Die Wurzelproduktion beginnt im Mai mit der maschinellen, aber sehr präzisen Aussaat der millimetergrossen Samen. Ein regelmässiger Auflauf und ein gleichmässiger Bestand sind massgeblich für den Erfolg dieser Kultur verantwortlich.
Während dem Sommer wird die Kultur regelmässig auch vom Treiber beobachtet. Schon auf dem Feld kann der Treiberfolg gesteuert werden.
Die Anfangsentwicklung verläuft langsam. Zwei Monate nach der Saat hat die Pflanze erst fünf bis sieben Laubblätter von 8 bis 10 cm Länge und die Hauptwurzel misst rund 10 cm. Im September verlangsamt sich das Wurzelwachstum und Reservestoffe werden eingelagert.
Boden & Klima
Die Chicoréepflanze bevorzugt leichten, fast sandigen Boden mit ausgeglichener Wasserversorgung.
Fruchtfolge
Keine zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dem gleichen Feld, zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.
Düngung
Feldspezifisch nach genauen Bodenproben, in Abhängigkeit von Wetter und Pflanzenbestand.

Ruhephase
Ab Oktober, wenn die Wurzeln reif sind, werden sie geerntet. Man rechnet mit 150’000 triebfähigen Wurzeln pro Hektare. Nicht das Gewicht, sondern die Anzahl ist entscheidend.
Nach der Ernte werden die Wurzeln geputzt und kühl bei -1 bis 0 °C und 95 bis 97 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit eingelagert. Für die Wurzeln bestehen strenge Qualitätsvorschriften, da deren Qualität der wichtigste Faktor in der gesamten Chicoréeproduktion ist.
Von den in den Wurzeln eingelagerten Reservestoffen hängt ein grosser Teil des Erfolges in der Produktion der Zapfen ab.

Treiberei
Nach der Kühlperiode kann mit der Treiberei begonnen werden. In der Schweiz wird heute fast ausschliesslich die Hydrokultur eingesetzt, eine moderne und kontrollierbare Methode.
Dabei werden die Wurzeln in dunklen Räumen in Nährlösung gestellt. Aus jedem Wurzelhals wächst ein zarter, heller Chicoréezapfen, der nach rund drei Wochen geerntet werden kann.
Die Dunkelheit verhindert die Chlorophyllbildung, deshalb bleibt der Chicorée hell. Nur die feinen, gelbgrünen Spitzen erinnern an die ursprüngliche Pflanze.

